Was ist für mich ein "Geistreiter"

Lange habe ich nach einem passenden Begriff gesucht, der wiedergeben kann, was ich vermitteln will. Das Wort GeistReiter beschreibt Vieles in Einem.

Zum Einen könnte man es einfach beschreiben und sagen:  bei einem "GeistReiter" sehe ich keine Hilfen.  Reiter und  Pferd sind so eingespielt, dass jede Einwirkung mit Hilfe von Kraft oder Anstrengung unnötig ist. Er gibt dem Pferd die Möglichkeit sich optimal zu präsentieren. Das sollte grundsätzlich  das Ziel eines jeden Reiters sein, möglichst fein und gezielt auf das Pferd einwirken zu können, welches die Hilfen durchlässig und willig annimmt. Ein gut und richtig trainiertes Pferd, das über ausreichend Kraft und Balance verfügt, kann und wird diese Anforderungen auch erfüllen. 

Zum Anderen gehört hierzu jedoch das  Wissen über Anatomie, Biomechanik und Verhaltensbiologie des Pferdes,  Körperbeherrschung und Gefühl des Reiters,  sowie Geist und Seele, für das, was man tut.
Mit Geist meine ich hierbei die richtige innere  Einstellung.

Das Wort GeistReiter beschreibt nicht nur das aktive Bewusstsein und das sich Bewusstmachen der Zusammenhänge zwischen Reitereinwirkung und Pferdereaktion, viel mehr steht es als Symbol eines nicht nur harmonischen Zusammenspiels von Reiter und Pferd, sondern darüber hinaus für die gegenseitige Anerkennung, Wertschätzung und Vertrauen, welche die Basis jeglicher Reiterei darstellen.
So hat man die Chance, dass man gemeinsam mit seinem Pferd  als gleichberechtigtes Team erfolgreich sein kann. Und das funktioniert für einen erfolgreichen Sportreiter genauso wie für einen  Freizeitreiter ohne Ambitionen.

Umso geschickter man Körper, Geist, Seele und Wissen kombinieren kann, umso schneller kommt man zum Erfolg. Den Reiter erwartet dabei die meiste Arbeit.
Der mentale, geistige  Einfluss auf unsere Reiterei dürfte wohl der sein, der am stiefmütterlichsten behandelt wird. Das kann verschieden Gründe haben. Bei Anfängern ist es häufig die Unsicherheit, bei Fortgeschrittenen manchmal die Angst nach einem Unfall oder der selbst auferlegte Leistungsdruck, der einen Reiter rein körperlich agieren lässt. Hat man jedoch mal akzeptiert, dass man 600 kg pure Muskelkraft nicht "beherrschen" oder "besiegen" kann, sondern diese wunderbaren Tiere freiwillig mit uns zusammenarbeiten,  wenn man sie in ihrer Entwicklung respektiert und anerkennt - dann beginnt Reiten, ......GeistReiten.



Über mich

Dank meiner Offenheit gegenüber unterschiedlichen  Reitweisen kann ich auf über 20 Jahre Berufserfahrung zurückblicken, in denen ich mit verschiedenen Trainern und Mentoren arbeiten durfte. 

Während meiner Ausbildung zum Pferdewirt und während meinem
4- jährigen Aufenthalt in Italien war ich als Trainer und Bereiter in der englischen Reitweise aktiv. Zu meinen Haupttätigkeiten gehörten in dieser Zeit die Ausbildung und Vorbereitung junger Pferde auf Prüfungen. 3 Jahre war ich unter anderem für die FISE (italienische FN) als Bereiterin im Rahmen der Hengstleistungsprüfungen tätig. 

Zurück in Deutschland sammelte ich einige Jahre Erfahrung in der klassisch- barocken Reitweise. Hierbei arbeitete ich unter anderem mit Bent Branderup und Richard Hinrichs. 

Meine damalige Trainerin erkrankte schwer und über die Suche nach einem neuen Trainer gelangte ich schließlich zu  Rolf Janzen und über ihn an die traditionelle Arbeitsreitweise der Spanier- der  Doma Vaquera, die auch als Ursprung der altkalifornischen Westernreiterei gilt. Kurze Zeit später wurde die Working- Equitation in Deutschland ins Leben gerufen. Und seither bin ich in  dieser spannenden und vielseitigen  Disziplin aktiv.  
Regelmäßige Trainings bei Rolf Janzen, Manolo Oliva u.A. sind bis heute obligatorisch.

Da ich gerne über den Tellerrand  hinaus blicke, habe ich in den letzten 12 Jahren versucht, meine Pferde abwechslungsreich und vor allem individuell zu trainieren. Durch meine bis dahin gesammelten Erfahrungen hatte ich schon einiges an Werkzeug und Ideen hierfür an der Hand. 
Jedoch lernt man nie aus und ich wollte weitere Einblicke in verschiedene Reitweisen - deren Methoden und Ideen haben. So sorgte ich dafür, dass ich unter anderem bei einer hochkarätigen Dressurreitein, bei einem mehrfachen Europameister im Cutting und anderen interessanten Pferdemenschen im Stall stand. Hierbei konnte ich durch Trainings und Beobachtungen weitere wertvolle Erfahrungen sammeln. 

Auch auf Messe  und Shows war ich zusammen mit meinen Pferden aktiv. 
Mit meinem Wallach Tropica´s Arazi  ( links: bei der DM 2016, Speedtrail, MasterClass ) und meinem Hengst Namorado III   ( s.o. DM 2015, Dressurprüfung MasterClass),  war ich mehrfach erfolgreich auf Turnieren der Klasse S / Masterclass in der Working Equitation. 
Nach einer Verletzung meines Hengstes Namorado 2015 und dem Erreichen des Rentenalters für Arazi, war eine weitere Teilname an Turnieren nicht mehr möglich. 
Mein Nachwuchspferd Manzanares wird voraussichtlich nächstes Jahr zum ersten Mal starten. Ich freue mich sehr bald wieder aktiv sein zu können.


Meine Leistungen

Ich liebe meine Arbeit. Aber was mich wirklich glücklich macht, ist, wenn ich sehe, was meine Schüler/innen mit meiner Hilfe alles erreicht haben. Vielleicht kann ich auch Dich bei der Erreichung deiner Ziele unterstützen?


Ich biete:


  • Reitunterricht in Einzelstunden (Jungpferde/ Einsteiger  bis Kl. S/ Masterclass)
  • Beritt
  • Trail- Training
  •  Rinder- Training
  • Bodenarbeit